Am Rande der Tour de Prignitz

5 10 2008

Anfang Mai 2008 war die Tour unterwegs. Ihr Weg führte sie auch über den Wutiker Steinberg. Hier wurden die Teilnehmer der diesjährigen Tour auf eine vorgesehene Baumaßnahme der Eon edis hingewiesen, die die gesamte Prignitz betrifft. Eon edis plant den Bau einer neuen 110-kV-Freileitung von Perleberg über Gantikow nach Wittstock. Diese 60 Kilometer lange Trasse soll die gesamte Region durchqueren.

Die Steinberger und andere Anwohner fordern den Bau einer Erdleitung, die „unsichtbar“ die in den Windparks produzierte Energie abtransportieren kann.

Die Radler sind in diesen Tagen nicht nur wegen der sportlichen Herausforderung durch die Prignitz unterwegs, sondern auch wegen der landschaftlichen Vorteile, die die Prignitz zu bieten hat.  Das wollen auch immer mehr Zugereiste, die extra wegen der Tour de Prignitz aus anderen Regionen Deutschlands anreisen.

Die Windparks kann man vor dem Hintergrund einer „sauberen“ Stromerzeugung noch hinnehmen, wenn sie auch nicht gerade zur Verschönerung beitragen. Aber müssen nun auch noch hohe Masten in die Landschaft gesetzt werden? Dagegen regt sich Widerstand von der Bürgerinitiative „Hochspannung tief legen!“.  Sie wollen die Landschaft vor weiteren Einschnitten mit all ihren Folgen für die Natur, die Wirtschaft, insbesondere den Tourismus, verhindern und fordern statt dessen eine Erdverkabelung.

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