Fünf Jahre Arbeit von Erfolg gekrönt

13 09 2013

Nach fünf Jahren Arbeit für eine Prignitz mit Weitblick ist es nun offiziell: Es wird keine Freileitung geben, die unsere Region belastet.

Seit am 30. Juni 2011 das „Gesetz über Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus Elektrizitätsnetze“ NABeG beschlossen wurde, haben wir in vielen Anhörungen, Gremien, Konferenzen, Veranstaltungen, Briefen und Telefonaten mit den entsprechenden Stellen unsere Position immer wieder vertreten. Das ist besonders dem unermüdlichem Engagement unseres Sprechers Dr. Rainer Schneewolf zu verdanken, der ungezählte Stunden für unsere Bürgerinitiative tätig war.

Allen Unterstützenden sei an dieser Stelle unser ausdrücklicher Dank ausgesprochen.

Hier die offizielle Pressemitteilung des Netzbetreibers:

Pressemitteilung Keine Freileitung

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‚Forum Brandenburg mit Weitblick’ richtet Resolution an den Landtag

11 04 2011

‚Forum Brandenburg mit Weitblick’ fordert grundsätzliche Erdverkabelung In West- und Ostprignitz, Havelland, Märkisch-Oderland und Teltow-Fläming sind rund 300 km neue Hochspannungsleitungen (110 kV) als Freileitungen geplant. Anderswo sollen bereits bestehende Leitungen stärkere Seile und höhere Masten bekommen, wie z.B. zwischen Wustermark und Geltow. Drei brandenburgische Stromleitungs-Bürgerinitiativen luden Bürger, Verwaltungen und Abgeordnete aus den betroffenen Regionen nach Potsdam zu einem ‚Forum Brandenburg mit Weitblick – Hochspannung unter die Erde!’ ein, um sich dort über den Stand der Planungen und ihre Haltung zur Frage ‚Freileitung oder Erdkabel’ auszutauschen.

Die Beiträge aus den verschiedenen Regionen – aus dem Havelland vorgetragen vom Friesacker Amtsdirektor Pust und dem Rathenower Bürgermeister Seeger – zeigten, dass es überall die Forderung nach grundsätzlicher Erdverkabelung gibt. Freileitungen, so hieß es, seien eine Technik von gestern, und es sei den Regionen nicht zumutbar, sie als zusätzliche und völlig unnötige Belastung von Ortschaften und immer weniger freien Landschaften hinzunehmen. Die Kosten für 1.000 km Erdverkabelung würden nach den Zahlen von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft die Jahresstromrechnung eines Durchschnittshaushalts um ca. 18 Cent erhöhen. Man könne also nicht argumentieren, dass die stromerzeugenden Regionen auch noch die Belastung durch Freileitungen hinnehmen müssten, um die Endverbraucher nicht übermäßig zu belasten.

Scharf kritisiert wurde ein von den beiden Brandenburger Regierungsfraktionen Ende März beschlossener Antrag, dessen Verabschiedung im Landtag nach Auffassung der Initiativen bedeuten würde, dass der von FDP und Grünen eingebrachte Entwurf eines landeseigenen Erdkabelgesetzes abgelehnt wird. Die Verantwortung werde an die Bundesregierung abgeschoben, und statt der im Gesetzentwurf enthaltenen Forderung nach einer Erdverkabelung im Regelfall werde die Bundesregierung lediglich um eine Erleichterung von Teilverkabelungen – die heute schon möglich seien – gebeten. Damit würden auf lange Sicht in Brandenburg Freileitungen festgeschrieben. Wenn davon die angekündigten über 1.000 km gebaut würden, würde jeder SPD- und Linken-Landtagsabgeordnete 60 neue Hochspannungsmasten in die brandenburgische Landschaft stellen – persönliche Denkmäler für die nächsten 100 Jahre.

Ein schneller Netzausbau – durch den Druck auf die Erneuerbaren Energien noch dringlicher geworden – ließe sich nur durch strikte Beschneidung der demokratischen Einspruchsrechte von Verwaltungen und Bürgern zugunsten von Freileitungsbau realisieren, oder aber durch die wesentliche Erhöhung der Akzeptanz neuer Leitungen durch grundsätzliche Erdverkabelung.

Zum Abschluss diskutierte, formulierte und verabschiedete die Versammlung ohne Gegenstimme eine an die Landtagsabgeordneten gerichtete Resolution, in der es u.a. heißt: „Der Landtag möge alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, in Brandenburg die Voll-Erdverkabelung von neuen Hochspannungsleitungen und bereits bestehenden, aber völlig zu erneuernden Hochspannungsleitungen zum Regelfall zu machen. Die Voll-Erdverkabelung muss schnellstmöglich durch ein Brandenburgisches Erdkabelgesetz geregelt werden. Erst eine bundesweite gesetzliche Regelung zur Voll-Erdverkabelung von 110-kV-Hochspannungsleitungen kann das Landesgesetz ablösen.“

Resolution_Forum Brandenburg mit Weitblick_2011





Große Medienresonanz auf die Aktion »Glühen für Erdkabel« 5. Dezember

6 12 2010

„Glühen für Erdkabel!“ hieß es am Sonntag, dem 5.12., in Ponitz (Gem. Plattenburg) rund 10 km von Perleberg. Unmittelbar nordöstlich des Dorfes, auf einer Wiese unterhalb einer dort die B 5 querenden großen Freileitung, startete die Bürgerinitiative ‚Hochspannung tief legen’ eine hochspannungsgeladene Aktion: Leuchtstoffröhren, der Leitung entgegengehalten, wurden vom Magnetfeld der Leitung zum Leuchten gebracht. Es gab Glühwein, heiße Suppe aus einem original mongolischen Jurtenofen und natürlich Informationen über die drohende Freileitung und die Alternative eines Erdkabels. Das Fernsehen und Zeitungen hatten Reporter geschickt. Vertreter aus dem Landtag und den Gemeinden waren vor Ort um sich das Spektakel anzusehen. Es gab aber nicht nur etwas zu sehen: die „Prignitzer Erdkabelhymne“ erlebte ihre Welturaufführung.

Allen Aktiven sei an dieser Stelle noch einmal ein ganz großer Dank ausgesprochen! Bei dem Wetter mitzumachen zeugt von großem Engagement für unsere Sache!

Die Berichterstattung des rbb ist für einige Tage im Internet abrufbar.

(19.30 Brandenburg aktuell auf rbb-online)

(21.45 rbb-aktuell in der ard-mediathek)

Auch die Zeitungen haben berichtet:

Online sind diese Artikel erschienen:

In der Märkischen Allgemeinen: „Glühen für Erdkabel“ als kreative Demo der Prignitzer Bevölkerung gegen eine neue Freileitung.

Und im Prignitzer: Kräftemessen mit dem Stromriesen

Hintergrundinformation: Größenvergleich Freileitung/Erdkabelvariante.


Große Ansicht als jpg. (380 KB) oder als pdf (800 KB)
Nachtrag:
  • Die Einleitungworte von Rainer Schneewolf, die in Auszügen im Fernsehbericht zu hören war.
  • Die Prignitzer Erdkabelhymne




Glühen für Erdkabel – es geht weiter!

22 11 2010

In der MAZ vom 20.11.1010 findet Ihr den ersten Hinweis auf unsere Aktion am 2. Advent.





Für eine Prignitz mit Weitblick

5 11 2010

Logo der Bügerinitiative „Hochspannung tief legen“





Resolution

13 02 2009

Der am 11.2.2009 in Gumtow, Landkreis Prignitz, Brandenburg, zur Beratung über die geplan­te 60 km lange Hochspannungsfreileitung Perleberg – Gantikow (Kyritz) – Wittstock zusammengekommene Runde Tisch bittet die Abgeordneten des Deutschen Bun­destages dringend, durch eine entsprechende Formulierung des zur Zeit noch beratenen Energieleitungs­ausbaugesetzes eine grundsätzliche Erdverkabelung für neu zu bauende Hochspannungs­leitungen bis 150 kV zu ermöglichen.

 

Begründung:

Die Notwendigkeit eines künftigen Neubaus von Hochspannungsleitungen, d.h. von Leitungen im Verteilnetz, resultiert weitestgehend aus dem Bau oder der Leistungserhöhung von Anlagen zur Ge­win­­nung erneuerbarer Energien, insbesondere aus Wind. Es ist u.E. dringend erforderlich, jegliche vermeidbaren zusätzlichen Belastungen zu unterlassen. Dazu ist für neue Hochspannungsleitungen eine Erdverkabelung geboten.

Außer der hohen Wertminderung der Regionen für Wohnen, Erholung und Tourismus bedeuten Freileitungen eine mögliche gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung und zwangsläufig durch Leitungsanflug den Tod zahlloser Vögel, darunter von für diese Landschaften cha­rakteristischen Großvögeln.

Die Mehrkosten, die dem Letztverbraucher durch eine Erdverkabelung von 110-kV-Lei­tungen entstehen, sind so niedrig, dass sie für einen Privathaushalt nicht einmal spürbar wären (vgl. die Studie der RWTH Aachen von 2008 mit kalkulierten Mehrkosten, die für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt mit 3.500 kWh jährlichem Stromverbrauch etwa 20 Cent im Jahr pro 100 km 380-kV-Erdkabelleitung betragen würden. Mehrkosten für 110-kV-Erdkabel würden noch wesentlich darunter liegen). 

 

Am Runden Tisch, der die vorstehende Resolution einstimmig beschlossen hat, haben – in alphabetischer Reihenfolge – folgende Personen teilgenommen:

Michael Brinschwitz (Geschäftsführer Kreisbauernverband OPR)

Christian Dörendahl (Kirchenkreis Wittstock-Ruppin)

Thomas Domres (MdL Brandenburg, MdK PR, Kreisvorsitzender Die Linke PR)

Fred Fischer (Bürgermeister Stadt Perleberg)

Stefan Freimark (Bürgermeis­ter Gemeinde Gumtow)

Jürgen von Freymann (BI Hochspannung tief legen)

Hans-Georg Furian (Superintendent Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge)

Svenja Gerbendorf (Jugendparlament Kyritz)

Joachim Harder (Superintendent Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen)

Reimar Heering (MdK PR, Freie Wählergemeinschaft Pro Prignitz)

Gudrun Hoffmann (Bürgermeisterin Gemeinde Plattenburg)

Friedhelm Kanzler (Stadt Wittstock)

Holger Kippenhahn (Bürgermeister Gemeinde Heiligengrabe)

Hans Lange (Landrat PR, Kreisvorsitzender CDU PR)

Ines Lehmann (Landkreis OPR)

Uwe Mayer (Landesforstbetrieb Brandenburg, Betriebsteil Kyritz)

Ina Muhß (MdK OPR, SPD)

Dr. Rainer Schneewolf (BI Hochspannung tief legen)

Dr. Kirsten Tackmann (MdB Die Linke)

Bernd Teickner (Kreisbauernverband PR)

Bärbel Treutler (MdK PR, Kreisvorsitzende B 90 / Grüne)

Clemens Wehr (BI Hochspannung tief legen)

Dagmar Ziegler (MdL Brandenburg, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, Unterbezirksvorsitzende SPD PR).

Folgende Personen, die zum Runden Tisch eingeladen, aber aus terminlichen Gründen verhindert waren, schließen sich der Resolution an:

Angelika Baatz (Geschäftsführerin Fremdenverkehrsverein Ostprignitz)

Uwe Neumann (Geschäftsführer Tourismusverband Prignitz).

[Abk.: MdB Mitglied des Bundestages, MdL Mitglied des Landtages, MdK Mitglied des Kreis­tages, PR Landkreis Prignitz, OPR Landkreis Ostprignitz-Ruppin]





Der Widerstand wächst – schon 8 Gegner pro Mast

8 12 2008

 

Bis zum heutigen Sonntag sind weitere Unterschriften bei uns eingegangen.

Damit ist der aktuelle Stand 1.575 Unterschriften!

Das ist eine Unterschrift pro 38,10 m der Trasse und 7,9 Unterschriften pro zu verhindernden Stromleitungsmast. 

 

Stand: 6.12.2008