Tränen wegen Freileitung

17 11 2008

 

Vor zwei Jahren haben wir einen kleinen Hof für uns und unsere Tiere gekauft, in der wunderschönen und dünn besiedelten Prignitz, nahe dem Dorf Rambow. Das stärkste Argument gegen einen Kauf war eine schon bestehende 380 KV Freileitung, deren nächstgelegener Mast nur 100 Meter vom Anwesen entfernt ist. Neben der optischen Beeinträchtigung der Landschaft (kein Sonnenuntergang ohne Vattenfall) war klar, dass die Leitung bei feuchten Witterungsverhältnissen laut knistern und brummen würde. Sie hat unsere Befürchtungen teilweise noch überboten. Außerdem liegt eine 270 KV Leitung (so steht es zumindest auf dem Schild) in zwei Meter Entfernung von unserem Schlafzimmer – wenigstens unter der Erde, das lässt sich besser verdrängen. Diese Leitung wurde übrigens in die Erde verlegt, weil damals der Transrapid die Prignitz durchschneiden sollte. Es ist also nur eine Frage der Prioritäten, ob Hochspannungsleitungen in der Erde verlegt werden.  Nun will uns EON-edis mit einer neuen Freileitung beglücken, damit wären wir von drei Seiten von Stromleitungen eingeschlossen. Als diese Nachricht unscheinbar in der Zeitung erschien, waren wir fassungslos und den Tränen nahe. 

betroffenrambow4

Diese neue Leitung würde etwa parallel zum Waldrand im hinteren Teil des Fotos die vorhandene Leitung kreuzen. Wie kann man es zulassen, dass eine so schöne und teilweise unberührte Naturlandschaft, die doch der größte Vorzug der Prignitz ist, derart verschandelt wird durch technisch vermeidbare Freileitungen? Sozial ungerecht finden wir außerdem, dass der Strom in unserer relativ strukturschwachen und dünn besiedelten Region produziert wird, aber die Prignitzer davon nicht profitieren, denn verbraucht wird er anderswo, es ist die reinste Ausbeutung! Deshalb setzen wir uns gegen den Bau der Freileitung ein und hoffen, dass viele Prignitzer den Wunsch verspüren, sich für ihre schöne Landschaft stark zu machen.

 

 

(Namen der Redaktion bekannt.)

Advertisements

Aktionen

Information

One response

1 03 2009
Vincent

Hallo!

Das kann und darf nicht sein! Es tut mir wirklich sehr Leid das Menschen so Leben müssen! Vielleicht könnt ihr eine professionelle elektromagnetische strahlungsmessung fordern oder eventuell privat finanzieren, um einen gewissen schadenserat zu bekommen. Es ist bekannt das dass Arbeiten an starkstrohmgeräten mit hoher elektromagnetischer strahlung schädlich ist.

Wie sollen sie, nur Zwei Meter entfernt von einer 270 000 Volt Leitung, die Tag und Tacht in Betrieb ist, gesund Leben können?

Zitat: „zwei Meter Entfernung von unserem Schlafzimmer – wenigstens unter der Erde, das lässt sich besser verdrängen“

– Nein! Es handelt sich um wie schon erwähnt 270 KV. Führen sie bitte eine messung nach. Melden sie sich beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) für nützliche information.

Ich bitte ihnen, senden sie mir eine email über den Bau der Freileitung!
Entschuldige mein schlechtes Deutsch,

MfG. Vincent.




%d Bloggern gefällt das: